Maria, CH, 53


Wie verändert Corona die Choreographie des Alltags?



Wie hat sich deine alltägliche Struktur verändert? 

Ich befinde mich fast nur noch zu Hause (Büro aufs Home-Office verlegt zu 90%). Dadurch erlebe ich den Alltag weniger strukturiert, die Esszeiten haben sich verschoben, die Pausen sind anders (punktuell Bewegung, Tanz, Spaziergang draußen). Die meisten Termine mit meinen Kunden finden online statt.


Wie haben sich Corona und die damit einhergehenden Veränderungen auf deine   Körperlichkeit ausgewirkt? 

Ich habe Gewicht verloren. Ich fühle mich schlapper und gleichzeitig verspannter durch die viele Online-Arbeit am Computer.


Bewegst du dich durch Corona anders durch den Alltag? Wenn ja, wie?

Ich suche mehr aktiv den Kontakt außerhalb der Arbeit. Ich brauche mehr Bewegung. Das andere wie Punkt 1. Ich bin sensibler und offener gegenüber Begegnungen mit den Menschen.


Was beobachtest du bei anderen Menschen an Bewegungsveränderungen oder Veränderungen in der Körperlichkeit? 

Mehr Müdigkeit, Anspannung im Körper.


Was fehlt dir körperlich durch Corona? 

Umarmungen.


Welche körperlichen Aktivitäten oder Handlungen, die seit Corona aus dem Alltag verschwunden sind, fehlen dir überhaupt nicht? 

Weniger fliegen fehlt mir gar nicht.


Fühlst du dich seit Ausbruch von Corona anderen Menschen näher oder ferner? 

Unverändert oder eher noch näher.


Wann nimmst du andere Körper im Alltag als Bedrohung wahr? 

Nie.


Wann nimmst du deinen eigenen Körper als Bedrohung für andere wahr?

Nie.


Welche Elementaren Gewohnheiten haben sich für dich verändert und wie musst du umdenken? 

Sozialer Kontakt, den muss ich bewusst herstellen.


Was hat sich zwischenmenschlich/körperlich verändert?

Zwischenmenschlich mit den nahe stehenden Menschen nichts. Mit fremden Menschen Misstrauen und Angst spürbar. Körperlich weichen fremde Menschen eher aus.


Was hat sich für dich Körperlich- zwischenmenschlich positiv verändert? 

Die Begegnungen sind noch schöner und bewusster als davor.